Weihnachtsmärkte Grosshöchstetten und Münsingen

Fleissig sind unsere Mitglieder daran, Kimchi und Federkohlchips zu produzieren für unsere Weihnachtsmarktstände. Zudem verkaufen wir schöne Dekoäste vom Gysihof in Gysenstein:

Am 27. November 2021, ab 14 Uhr an der Kramgasse in Grosshöchstetten (Stand Nr. 20) und

am 4. Dezember 2021, 8-13 Uhr, am Winterzauber-Wuchemärit auf dem Schlossgutplatz.

Komm vorbei auf einen Schwatz, stelle Fragen zu unserem Solawi-Projekt, lerne die Menschen hinter Setzhouz kennen! Wir freuen uns auf dich.

Vom Abbrechen und Aufbrechen

Abgebrochen haben wir den Gewächstunnel, die letzten Tomaten und Peperoni abgeerntet, das Wurzelgemüse ausgegraben und eingelagert.

Voller Körpereinsatz beim Zusammenfalten der Gewächstunnelfolie.

Aufgebaut haben wir einen Niedertunnel, der unsere Wintersalate vor Frost und Nässe schützt. In Rubigen auf dem Demeterhof Oberholz haben wir wieder Winterknoblauch und -zwiebeln gesetzt sowie Nüsslersalat und Spinat gesät. In den nächsten Tagen kommen noch die Winterkefen dazu.

Die kleinen Sellerieknollen gilt es noch zu ernten und Winterkrautstiele zu setzen. Aus dem Frühbeet muss der alte Pferdemist entfernt werden, damit im Dezember frischer Mist eingefüllt und im neuen Jahr die ersten Setzlinge aufgezogen werden können. Wie immer sind helfende Hände willkommen.

Genau wie unsere Setzlinge durfte auch unser Projekt dieses Jahr auf dem Biohof Trimstein wachsen, nun suchen wir ein Stück Erde zum Wurzeln schlagen. Seit Mitte September haben wir auf der Suche nach einer neuen Bleibe viele Menschen getroffen und per Telefon, E-Mail oder soziale Medien kontaktiert. Die positiven Reaktionen stimmen uns zuversichtlich, dass wir in der näheren Umgebung Land finden werden. Ideen und Vorschläge nehmen wir gerne weiterhin entgegen.

Vieles ist ungewiss, dennoch muss schon bald entschieden werden, für wie viele Abonnent:innen nächstes Jahr Gemüse angepflanzt wird. Unsere Gartenprofis Linda und Martin werten unser erstes Gartenjahr aus und nehmen die Planung des neuen Jahrs in Angriff.

Solltest du mit dem Gedanken spielen, im 2022 ein Gemüseabo beim Setzhouz zu beziehen, sind wir froh, wenn du dein Interesse bereits jetzt unverbindlich anmeldest.

Kontaktiere uns unter info@setzhouz.ch.

Eindrücke unseres Gärtners Martin

«Nach einem äusserst spannenden, anspruchsvollen und beflügelnden Auf- und Anbaujahr stehen wir vor unserem Garten und staunen, was alles gewachsen ist. Da sind erntereife Tomaten, die an erkrankten Stauden unversehrt gewachsen sind. Krautstiele, die trotz der wetterbedingten Tendenz zum Aufstängeln, sich bewegen liessen, weiter farbenfrohe Blätter und Stiele aus ihrer Herzkraft heraus in die Welt und dann in die Taschen unserer Mitglieder zu schicken.

Wunderbar leuchtet der menschhohe blühende und fruchtende Fenchel zwischen vielfarbigen Cosmeen und duftenden Tagetes hervor und zeigt uns mit aller Deutlichkeit auf, dass jede Pflanze im Laufe ihres Daseins auch blühen und fruchten will.

Im Garten wachsen aktuell verschiedene Wintersalate wie Castelfranco, Endivie, Zuckerhut und Treviso in den Beeten. Der Frühlings-Cicorino Grumolo und Rosso di Verona sammeln Kräfte in ihren Wurzeln, um uns dann im frühesten Frühling mit farbigem und vitamin- sowie bitterstoffreichem Salat zu beglücken. Lauch, Rosen-, Feder- und Palmkohl, sowie Nüssler und Spinat sind gepflanzt für unsere Mitglieder. Schwarzwurzeln und Randen, sowie farbige Rüebli und Lagerrettiche sind noch im Boden. Winterkefen, Winterzwiebeln und -knoblauch werden im Oktober gesteckt und gesät. Barbarakraut, Winterportulak und der Krautstiel ‹ glatter Silber kommen ebenfalls bald in die herbstliche Erde.»

Der Herbst ist da

Langsam ist das Sommergemüse abgeerntet und der Inhalt der Gemüsetaschen fällt etwas weniger üppig aus. Dennoch können sich unsere Abonnent:innen auf schönes Herbstgemüse freuen. Im Setzhouz-Garten wachsen Catalogna, Zuckerhut und andere Wintersalate, Feder-, Palm- und Rosenkohl sowie Lauch und Sellerie.

Leider wird es nicht viel Kabis geben, da er auf unserem zweiten Feld «Bachtelen» nicht gewachsen ist. Der Boden hat sich als ungünstig für den Gemüseanbau erwiesen. Weil uns auch die abgelegene Lage der Parzelle zu schaffen macht, werden wir sie wieder abgeben. Auch auf unserem ersten Feld lassen wir die Kulturen auslaufen, dieses war von Beginn als Provisorium gedacht. Die Beete werden nun nach und nach leergeräumt und Gründüngung angesät.

Gemeinsam mit den Mitgliedern setzt der Setzhouz-Vorstand alles daran, dass wir fürs 2022 einen guten Boden finden, auf dem unser Gemüse gedeihen kann!

Mitgliederversammlung und Paellaschmaus

Am 12. September 2021 waren die Setzhözler:innen zur ersten Mitgliederversammlung eingeladen. Diese konnte bei strahlendem Sonnenschein draussen stattfinden. Die Vorstandsmitglieder blickten zurück auf die erste, punkto Wetterverhältnisse schwierige Anbausaison. Sie informierten über die Infrastruktur sowie über Synergien, die auf dem Biohof Trimstein aufgebaut werden konnten. Zudem erläuterten sie, wie das Setzhouz in den umliegenden Gemeinden beworben wurde und wie sich die Mitgliederzahlen entwickelt haben. Aktuell stehe man bei etwas über zwanzig Gemüseabos. Für halbwegs ausgeglichene Finanzen brauche der Verein 2022 mindestens vierzig Abos. Ein Mitglied konstatierte, dass das Ziel erreicht werden kann, wenn jede Setzhöuzler:in bis Ende Jahr nur ein neues Abo generiert. Die Aussage stiess auf grossen Anklang.

Es wurde indes deutlich, dass neue Ideen und Lösungen vonnöten sind, um

  • langfristig nutzbares Land für den Gemüseanbau zu sichern
  • die Gärtner:innen entsprechend ihrem effektiven Arbeitsaufwand zu entlöhnen

Zu diesem Zweck bildeten die Mitglieder zwei neue Arbeitsgruppen, die sich diesen drängenden Themen annehmen.

Nach dem intensiven Austausch durften sich die Setzhöuzler:innen am reich gedeckten Buffet stärken. Die Mitglieder Jirji und Christoph tischten eine unbeschreiblich gute vegane Paella auf (natürlich mit Gemüse aus dem Setzhouz zubereitet!). Anschliessend gab es Kaffee und Kuchen. Es war einfach schön, zusammen essen, schwatzen, sich kennenlernen und austauschen zu können. Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses Anlasses beigetragen haben!

Schwung

Unsere Wwooferin Verena bringt richtig Schwung in den Setzhouz-Garten. Alles geht nun besser vorwärts, ob Jäten, Setzen, Mähen oder Abräumen alter Kulturen. Wir danken Verena von Herzen, dass sie unsere beiden Gärtner so toll unterstützt!

Derweil bestechen unsere Gemüsetaschen nach wie vor durch ihren abwechslungsreichen Inhalt. Trotz der schwierigen Bedingungen dieses kalten Sommers gab es stets Gurken und Zucchetti und diese Woche ausserdem zum ersten Mal eine gute Portion Tomaten. Bald ist auch der Zuckermais erntereif.

Es summt und brummt in unseren Beeten, der Garten ist voller Leben! Und doch ist es jetzt Zeit, an den Winter zu denken, Nüssler und Salate zu säen und die Lauch- und Selleriebeete vorzubereiten.

Drei Gründe zur Freude

Erstens hat unser Vorstandsmitglied Susan einen tollen Text über das Setzhouz für das «Münsinger Info» verfasst. Wir selbst haben grosse Freude an dem schönen Artikel und hoffen natürlich, dass er viele Münsinger/-innen neugierig auf unseren Verein macht.

Zweitens durften wir diese Woche unsere erste Wwooferin im Setzhouz begrüssen. Über die Plattform wwoof.ch können freiwillige Helfer/-innen mit Biohöfen rund um die Welt Kontakt aufnehmen, um gegen Kost und Logis mitzuarbeiten und zu lernen. Wir haben Verena von einem anderen Hof «geerbt», der ihren Einsatz kurzfristig absagen musste. Sie bleibt voraussichtlich bis Ende August. Herzlich willkommen, Verena!

Drittens haben uns Dennis und Marion im Setzhouz besucht. Die beiden sind im Projekt Esswaldland und in der Trubschacher Solawi «im Chlee» engagiert. Wir haben viele spannende Einblicke ins Thema Agroforst erhalten. Zudem tat es gut, uns über die schönen und herausfordernden Seiten von Solawi-Projekten austauschen zu können. Nun sind wir gespannt, ob und was aus dieser Begegnung Weiteres entstehen darf. 

Merci, liebe Mitglieder!

Bis jetzt hatten wir Glück und blieben vom Hagel verschont. Trotzdem fordert das Wetter unsere Gärtner Linda und Martin heraus. In den letzten Wochen war der Boden meist zu nass, um ihn zu bearbeiten und zu bepflanzen. Man konnte unter diesen Bedingungen auch fast nicht säen.

Dennoch dürfen sich die Setzhouz-AbonnentInnen allwöchentlich über ein vielfältiges Gemüseangebot freuen, inklusive der Sommergemüse Gurken, Zucchetti und Buschbohnen. Nur beim Salat gibt es eine Lücke, weil es nicht möglich war, ihn zum geplanten Zeitpunkt zu setzen.

Ein leckeres «Supplement» zum Gemüseabo war die Pesto, die unsere Mitglieder Ruth und Antoinette aus dem Setzhouz-Basilikum gezaubert haben. Ihnen sei herzlich gedankt!

Unseren Dank richten wir ausserdem an Christoph, der nicht nur den Setzhouz-Bauwagen fertig ausgebaut, sondern auch eine praktische Holzwand (mit Tür!) für unseren Wasch- und Rüstraum errichtet hat:

Und zu guter Letzt danken wir Susan dafür, dass sie uns einen schönen neuen Flyer gestaltet hat. Er ist leider so schmal und dünn wie unser Budget. Aber er wird seinen Zweck erfüllen und in vielen neuen Haushalten für unser Solawi-Projekt werben! Übrigens könnten wir noch Unterstützung beim Flyer verteilen brauchen…

Neues Feld und neue Abos

So viel Regen! Wegen der Nässe konnten wir den Boden unserer neuen Gemüseparzelle nicht vorbereiten. Die Setzlinge mussten derweil in den engen Quickpots ausharren. Kaum war das Feld endlich bereit, hat uns der Starkregen einen Teil der Erde weggeschwemmt. Aber nun sind wir zuversichtlich, dass es noch diese Woche mit dem Setzen vorwärts gehen kann.

Ein weiteres Thema, das vor allem den Setzhouz-Vorstand beschäftigt, ist die Frage, wie wir weitere Abonnent/-innen gewinnen können. Denn noch können wir nicht kostendeckend produzieren und uns fehlt das Geld für wichtige Anschaffungen. Aufgrund der Rückmeldungen von Interessent/-innen hat der Vorstand beschlossen, die Gemüseabo-Optionen zu erweitern. Neu wird auch ein Abo für Einzelpersonen angeboten. Ausserdem gibt es nun ein «Abo ohne Gartenarbeit» (das natürlich entsprechend mehr kostet). Des Weitern wollen wir im Juli möglichst viele Flyer verteilen.

Hast du Lust, uns beim Werbungmachen zu unterstützen? Wir freuen uns auf dein Mitdenken und -wirken! Möchtest du uns als Sponsor/-in eine konkrete Anschaffung ermöglichen? Einen Wasserschlauch oder einen Satz schöne Gemüsetaschen vielleicht? Melde dich bei uns.

Erstes Jätkonzert

Am letzten Freitag, dem 11. Juni, war ganz schön was los im Setzhouz. Hier ein kleiner Stimmungsbericht von diesem besonderen Tag:

Nach reicher Ernte am Freitagmorgen mit Kefen, Bundzwiebeln, Salaten und Rettich stehen die Gemüsetaschen in Reih und Glied im Rüstraum bereit und warten auf ihre AbholerInnen. Am frühen Nachmittag herrscht noch emsiges Treiben im Garten: da werden Schwarzwurzeln gejätet, Peperoni und Basilikum gepflanzt, an der Bewässerung gearbeitet. Plötzlich wird es ruhig im Garten und die jätenden und pflegenden Hände bekommen neue Aufgaben. Gleich hinter dem Ofenhüsi, unserem Vereinslokal, werden Bänke gestellt, ein Sonnenschirm montiert und Mikrofone installiert.

Zum ersten Jätkonzert dieser ersten Setzhouz-Saison spielen drei Frauen auf: Susan Glättli, Gitarre und Gesang, Serena Dietler, Akkordeon und Gesang, Christiane Neiss, Geschichten-Erzählerin. Mit ihren berührenden Stimmen, den warm tönenden Instrumenten und sinnigen Geschichten zum erdverbundenen Leben erreichen sie auf direktem Weg die Herzen der ZuhörerInnen. Die Lieder und Geschichten handeln von Liebe und Weisheit, Fülle und Vielfalt. Ihre Botschaft kommt gut an, fällt buchstäblich auf fruchtbaren Boden, denn bei Setzhouz erfahren die Pflanzen und der Boden wieder menschliche Berührung und Zuneigung. Darüber freuen sich alle, Pflanzen, Menschen und auch das tierische Leben und so verklingen die gemeinsam gesungenen Lieder langsam über dem Setzhouz-Garten und die sinnigen Texte von Christiane begleiten und inspirieren uns weiter.

Ganz herzlichen Dank den drei Frauen und allen HelferInnen!